Geschichte

Die Naturfreundebewegung entstand 1895 in Wien, mit dem Ziel der armen Arbeiterschaft sinnvolle Freizeiterlebnisse zu vermitteln und das Selbstbewusstsein zu stärken.
Ab 1905 entstanden in der Schweiz rund 200 Ortsgruppen vor allem in Städten und industriell geprägten Gebieten.

1928:
Gründung der Ortsgruppe Heerbrugg des Touristenverein ‚Die Naturfreunde‘
Gründung Hüttengenossenschaft und Miete eines Hauses auf St. Anton, Oberegg, dem Haus Breu (Haus vor/über dem heutigen Haus) im Bürki.
Der Verein zählt 11 Mitglieder, Mitgliederbeitrag 3.20

1932:
Miete des jetzigen Naturfreundehauses
Installation eines Windrades auf der Anhöhe vor dem Haus zur Stromerzeugung Licht

um 1940-1950:
Der Verein zählt um 25 Mitglieder, organsiert so um ein Duzend Touren im Jahr, Bergwanderungen , vereinzelt auch Klettertouren, vielfach mit Veloanreise, Übernachten im Freien/Zelt. Man trifft sich monatlich am Stamm in Heerbrugg und regelmässig im Tönihuus, wo ein Vereinsmitglied am Wochenende als Hüttenwart anwesend ist.
Die Heerbrüggler Naturfreunde halten sich in politischen Äusserungen stets zurück und bleiben auch offen für Leute mit verschiedenen Werthaltungen.

1960:
Kauf des bisher gemieteten Naturfreundehauses (5000.-, finanziert mit privaten Darlehen)
Stall bleibt im Besitz des Verkäufers

1966:
Installation des fliessenden Wassers, Private Quellgemeinschaft 4 Häuser, vorher musste man Wasser am Brunnen am Rank Fahrweg holen.

1976-1978:
Aussenrennovation Ostfassade und Küchenrennovation

1980:
Anbau der sanitären Anlagen mit WC, Dusche, Waschgelegenheit
Erste Abwasserreinigungsanlage auf bakterieller Basis

um 1985:
Der Verein ‚Naturfreunde Schweiz, Sektion Heerbrugg‘ zählt um 50 Mitglieder und ist recht aktiv mit Aktivitäten Wandern, Skitouren und Bergsteigen. Unter anderem werden gut besuchte J&S-Kurse Skitouren angeboten.

1993-1995:
Anschluss des Abwasser an Abwassernetz Oberegg, wird hochgepumpt an Sammler im Bürki.
Erstellen der Steinmauer beim Hausplatz, Vergrössern des Hausvorplatzes mit Betonsteinen. Holztisch und Holzbänke

1996-1997:
Stallkauf von Locher’s Erben mit angrenzendem Stück Wiese.
Abbruch und Neuaufbau des Stalles mit denselben Massen als Holz- und Geräteraum mit Einbau einer Garderobe.
Einbau Hüttenwart/Leiterzimmer im Zwischenstück Haus/Stall, neues Treppenhaus zum 2. Stock.
Die Bauten sind eine grössere finanzielle Belastung des Vereines, kann aber dank Mut und sehr viel Fronarbeit der Vereinsmitglieder gemeistert werden.

2001-2002:
Einbau Betten Leiterzimmer, Erneuerung der nördliche Holzhauswand
Erstellen der Warmwasseranlage mit Sonnenkollektoren 12 m2 mit Speicher und  Heizkörper im Sanitärraum
Ersatz von 3 Zimmerholzöfen durch kleine Zentralheizung, Zimmerpelletofen mit Integration von Warmwasser- und Solaranlage

2003:
Küchenneubau im Tönihuus. Die erneuerte Küche bietet den Gästen einigen Mehrwert.
Dieser dringende Umbau wurde aus finanziellen Gründen immer wieder verschoben, konnte nun dank Spenden, Reduktion Umbau auf Erdgeschoss, einer Portion Mut und viel Fronarbeit ausgeführt werden.

um 2005:
Der Verein zählt nun über 100 Mitglieder. Nach diversen Umbauten am Tönihuus rückt die Förderung der Tourenaktivitäten wieder vermehrt ins Zentrum. Das Tourenangebot wächst sehr, angeboten werden u.a. auch J&S Kletterkurse und Skitourenkurse.
Der Verein agiert heute erfolgreich relativ unabhängig von den Naturfreunde-Verbänden, der Landesverband NFS steckt in einer Krise und der Kantonalverband existiert nicht mehr.
Internet sind jetzt das wichtigste Kommunikationsmittel im Verein.
Mit neuen Statuten 2006 erhält der Verein den aktuellen Namen ‚Naturfreunde Rheintal‘, der Verein ist weiter Mitglied der Naturfreunde Schweiz (NFS)

um 2005-2010:
im Tönihuus muss fast jedes Jahr etwas investiert werden, Sickerleitung ersetzen, Abwasserpumpe ersetzen, neue Bodenbeläge, etc. Grosse Rennovationen realisieren wir je nach Dringlichkeit und Finanzierbarkeit in Etappen.

2012:
Im Tönihuus Ersatz altes Dach nordseitig und kompletter Umbau Schlafräume Obergeschoss und Isolation der Räume. Der Umbau Obergeschoss konnte wieder mit viel Unterstützung und Fronarbeit der Vereinsmitglieder realisiert werden.

um 2016:
Das Tourenangebot Verein kommt gut an und bringt immer wieder neue aktive Mitglieder. Der Verein zählt inzwischen über 150 Mitglieder und viele davon nehmen auch regelmässig an Aktivitäten teil.
Ohne die vielen unentgeltlich arbeitenden Tourenleiter und Helfer im Verein gäbe es das Angebot nicht, zum Glück finden wir immer wieder Leute die sich engagieren.
Vermehrt werden auch spontane Touren angeboten, für die Kommunikation werden nun auch vermehrt neue Kommunikationsmittel wie Whatsapp und Facebook eingesetzt.

Berg Frei! – so lautet der Gruss der Naturfreunde. Doch woher kommt das eigentlich?
An meisten Orten ausserhalb Schweiz und Skandinavien war es vor 1900 verboten fremdes Land zu betreten. Berg Frei ist der Schlachtruf im Kampf um das Recht, die Landschaft in den Alpen zu betreten, ohne die Erlaubnis der Grundbesitzer einholen zu müssen!
Die Verteidigung des freien Zutritt ist auch heute noch aktuell, immer wieder wird versucht den Zutritt mit Partikulär-Interessen zu unterbinden.
In den USA und vielen anderen Ländern ist nach wie vor verboten Land zu Betreten, ausser der Grundeigentümer gibt explizit eine Bewilligung

Naturfreunde Signet

Zwei Hände, die sich kraftvoll begrüssen, bedeuten nichts anderes als Freundschaft. Die Alpenrosen verinnerlichen die Natur im Allgemeinen.

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